Die Filmemacherin und Künstlerin Koel Sen aus Indien lebt und arbeitet im Rahmen ihres Stipendiums für 15 Monate in Leipzig. Als Absolventin des Film- und Fernsehinstituts von Indien und der Pariser Filmhochschule La Fémis bewegt sich ihre Arbeit an der Schnittstelle von Film und Medienkunst. In ihrer künstlerischen Praxis verwendet sie mitunter generative Algorithmen, um ihr Filmmaterial in einzigartiger Weise zu verfremden. Sen entwickelt sowohl Dokumentar- als auch Spielfilme und lotet dabei die Grenzen zwischen beiden Genres aus.
Sens arbeitet derzeit an ihrem ersten abendfüllenden Dokumentarfilm mit dem Titel „In the Light of Darkness“ (Deutsch: Im Licht der Dunkelheit). Mit diesem Projekt nahm sie bereits an verschiedenen Filmfestivals teil, wie u.a. 2023 am Berlinale Talents Doc Station Lab und 2022 an der DOK Leipzig Film Industry. Obwohl noch unabgeschlossen wurde die Filmemacherin für dieses Projekt bereits mit dem Al Jazeera Documentary Award, dem GFMI-Preis (Global Film and Media Initiative) und dem EWA Pitch Award (European Women’s Association) ausgezeichnet.
Sen war 2022 außerdem Artist-in-Residence an der Akademie der Künste der Welt in Köln. Ihr Kurzfilm „Valay“ (2018) wurde auf zahlreichen Filmfestivals in Indien gezeigt. Auch Kurzdokumentarfilm „Bahava“ (2017) über eine verlassene Druckerei wurde bereits ausgezeichnet und bei einem Filmfestival in Indien gezeigt. Neben ihrer Tätigkeit als Filmemacherin leitet Sen Filmworkshops und hält Gastvorträge an verschiedenen Instituten in Indien und international.
Weitere Informationen über Koel Sen auf ihren Kanälen auf Instagram und Vimeo